Point of turn – Amandas Sicht

Gestern ging es in der Rubrik ANGEBUMST um das Thema „Starke Frauen“. Dieser Text beschäftigte mich, denn ich dachte darüber nach, was denn tatsächlich „das Starke“ an Frauen ist, oder ob es nur so wirkt, aufgesetzt oder den Männern nachgeahmt ist.

Fakt ist:

Es geht total verdreht zu mittlerweile.

Moderne Frauen zeigen überaus deutlich männliche Attribute, sie sind oft taff, zielstrebig, stark, fokussiert und setzen sich durch. Gerade im Berufsleben kann man das erleben. In Berufen, die von Männern dominiert werden, eignen sich Frauen ob früh oder spät sogar männliche Attribute an. Weil diese gefragt sind und zum Erfolg führen. Die meisten Frauen bzw. alle, so behaupte ich einmal, die eine Führungsposition innehaben, kleiden diese nur durch männliche Attribute aus. Beziehungsweise sie versuchen es. So ist es auch mit skandinavischen Krimis. Kriminal-Kommissarin zu sein bedeutet körperlich und geistig sehr belastbar zu sein, da kommt man gar nicht drum herum. Eine Frau die diesen Job macht, muss was abkönnen. Weibliche Attribute und Fähigkeiten werden in so einem Job kaum gefragt. Und das ist auch das Grundproblem für die Frau, wenn sie dann kooperieren soll. Ob privat oder beruflich, das ist dann nämlich nicht mehr so einfach für sie.

Ich behaupte jetzt etwas ganz Kühnes:

Frauen sind für die heutige männliche Berufswelt nicht gebaut.

Die sind nicht dafür gebaut 24/7 in der männlichen Energie zu sein und durch zu powern. Müssen sie aber, denn viele, meistens alle guten Jobs verlangen es, mit rein weiblichen Fähigkeiten ließe sich mittlerweile kaum ein Job erledigen. Sogar soziale Jobs gestalten sich mittlerweile so aus, dass die Frauen nicht mehr ihren wirklichen Fähigkeiten nachgehen können, sondern sie müssen ständig organisieren, führen, leiten, Managen, unter Zeitdruck agieren und können sich nie wirklich hinein entspannen. Und das liegt daran, dass immer mehr alles auf Leistung und Effizienz ausgestaltet wird. Immer mehr Arbeit von immer weniger fachkompetenten Leuten gemacht werden soll. Es wird eine soziale Leistung abgefragt, die immer besser und immer höheren Ansprüchen genügen soll für immer weniger Geld und Zeit. Und genau das können Frauen nicht. Wie im Uhrwerk andauernd funktionieren. Frauen haben sehr oft Mitte Dreißig ihr erstes Burn-Out, gerade oder weil sie in einem typischen Frauen-Beruf gelandet sind.

Und das liegt nicht daran, weil die Frau falsch ist, zu schwach oder unfähig, sondern weil Frauen gar nicht dafür gemacht sind andauernd unter Dauerfeuer Vollgas zu geben auf der Arbeit. Das ist einfach nicht ihr Ding bzw. ihre Energie. Frauen haben einen ganz anderen Rhythmus, die organisieren sich auch ganz anders und die sind auch nicht immer permanent auf den Punkt. Sie können das sein, sie können es. Für einen bestimmten Zeitrahmen ja. Aber nicht permanent und ständig. Steht die Frau permanent und ständig unter Druck, wird sie ständig gefordert, ist sie naturgemäß einfach eher im männlichen Pol verortet. Wenn sie permanent alleinige Verantwortung für Projekte, für ein größeres Gelingen übernimmt, dann schwächt sie das. Ein Mann kann so etwas einfach deshalb, weil er naturgemäß ausdauernder und auf kräftemäßige Langstrecke angelegt ist. Ihn treibt die feurige Sonnenenergie an.

Eine Frau nicht. Ist einfach so. Eine Frau fließt ganz sanft wie das Wasser, es ist eine andere Energie in ihr, die sie dominiert. Deshalb kann sie das nicht so wie ein Mann. Ein Übermaß an Sonnenenergie macht eine Frau krank. Was bedeutet, dass sie tatsächlich nicht mehr weiblich sein kann. Ihre weiblichen Anteile verkümmern, ihre Fähigkeit zur Schönheit, Sinnlichkeit und Weichheit liegen brach, denn sie verbrennen.

Ihre ihr innewohnende größte Kraft geht verloren und das ist die Hingabe.

Sie ergibt sich aus dem naturhaften Fließen ihres Wesens. Eine Frau gibt sich hin, das heißt sie öffnet sich. Sie ist offen für das Leben und das was kommt. Sie kann sich aber nicht hingeben, wenn sie permanent steuern und machen und tun muss!!!

Fassen wir also einmal zusammen:

Eine Frau, die dauernd ihren Mann steht im Job, Familienleben und Beruf wird einfach irgendwann hart, weil sie permanent unentspannt und heiß-gelaufen ist. Ihre Natürlichkeit und ihre Weichheit gehen verloren, sie büßt das Spielerische ihres Wesens ein, wird ernst, fade und trocken. Das ist buchstäblich so gemeint. Sie trocknet aus, denn ihre weibliche Essenz, die Fließen und Bewegung und Weichheit bedeutet, wird unterdrückt, verbrannt.  Sexuell ist das ganz klar zu beobachten. Frauen die nicht loslassen können haben auch große Probleme beim Sex, werden u.U. weniger oder schlecht feucht oder haben Orgasmus-Probleme.

Begegnet sie dem Mann kann sie dann weniger loslassen, sich weniger einlassen oder gar führen lassen, auch wenn sie das im Innersten eigentlich will. Kann sich eine Frau rein entspannen in eine Unterhaltung, kann sie sich fallen lassen, dann gibt sie nicht nach. Das ist ganz wichtig zu wissen. Eine Frau kann gar nicht nachgeben, denn natürlicherweise kämpft sie nicht mit dem Mann. Eine Frau gibt sich hin. Sie lässt zu und fließt mit ohne sich dabei zu verlieren. Was von außen wie nachgeben aussieht ist Hingabe. Und das ist ihr stärkstes Tool. Sie kann sich völlig öffnen und in den Moment eintauchen. Weshalb auch Frauen die Nähe zu Spiritualität und zur Natur nachgesagt wird. Sie ist mit den Prinzipien von Werden und Vergehen unmittelbar durch ihren zyklischen Körper verbunden. Deshalb sind Frauen auch so überaus wandelbar und ständig anders.

Die Frau bietet dem Mann auch keinen Widerstand.

Sie fordert den Mann auf ihre eigene weibliche Art ganz automatisch heraus, männlich zu sein.

Nämlich fokussiert, klar, dominant und zielstrebig. Dazu muss sich eine Frau gar nicht anstrengen. Sie ist einfach so, wenn sie Kontakt zu sich hat. Sie kann sich stark einlassen und ganz stark für das Gegenüber öffnen. Sie kann sich mitnehmen lassen und mitfließen und sie ist dann lustig, gelöst und spielerisch. All das ist die Frau, wenn sie entspannt in ihrer Energie ruht. Der Mann kann sein Übriges dazu tun, wenn er bei sich ist.

Vergesst also, dass Frauen widerspenstig gegen den Mann angehen oder rebellieren wollen, das wollen sie eigentlich nicht, sie sind sogar innerlich sehr in Schieflage, wenn sie permanent rebellieren müssen. Und diese Schieflage ist darin begründet, dass das ganze moderne Leben der Frau oder der Gesellschaft generell ihre weiblichen Anteile weniger zulässt. Und das ist auch für den Mann problematisch, der z.B. unter zu hohem Leistungsdruck steht. Aber das ist ein anderes Thema.

Also:  Frauen wirken generell in ihrer Art oft mysteriös sprunghaft, nicht einzuschätzen, weil sie so wechselhaft sind. Das ist ihre Art. Und sie leisten dann auch keinen Widerstand, wenn sie bei sich sind, sie fordern und locken, ganz geschickt heraus. Unsichere Männer lassen sich verunsichern davon, die fühlen sich schnell klein und für dumm verkauft. Sind mit der weiblichen Energie dann überfordert, weil sie kaum einzuordnen und einzugrenzen ist, die fließt ja überall hin. Aber da müssen sie durch, denn von nix kommt nun mal nix. Unsicherheit gehört mit dazu, zu jeder Interaktion im menschlichen Leben. Entweder die Männer zeigen Stärke im Umgang damit, oder sie werden aussortiert. So einfach ist das. Das ist das Auslese-Programm der Frau. Überaus praktisch und sehr effektiv.

Wie nun der Mann damit umgeht und was das für ihn bedeutet ist nicht mehr meine Spielwiese, deshalb belasse ich es einmal dabei. Vielleicht kommt der Paul ja noch einmal darauf zurück, was es für Lernaufgaben beim Mann gibt, bei sich zu bleiben, um sich nicht verunsichern zu lassen von all dem schönen Zirkus den eine Frau in der Lage ist zu veranstalten. Eines ist es aber schon: überaus unterhaltsam und nett anzuschauen.

Bis demnächst dann mal.

Amanda

Ein Kommentar zu “Point of turn – Amandas Sicht

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: