zu bitter

Es ist zu bitter. Also ich möchte ja gerne etwas schreiben, Themen gibt es genug. Ich bin besten Willens.

Aber heute geht es nicht. Ich bin zu fassungslos. Es ist so … also die Grundlage fehlt, damit es sich überhaupt lohnt. Es gibt so Momente – dieses Jahr ist so einer – da muss man sich fangen und fragen, ob sich fragen lohnt.

Es ist ja so: Es gibt die Realität. Das ist das, was ist. Das Physikalische, Dingliche, meinetwegen auch Feinstoffliche, Gedachte. Aber das ist real und da. Und wir Menschen haben nur ein Abbild davon. Projektionen (frei nach Platon). Das ist unsere Wirklichkeit. Das ist das, was auf uns wirkt und wir haben unsere liebe Mühe, diese Projektionen immer wieder neu zu betrachten und neu zu reflektieren, damit so einigermaßen, so annähernd, Wirklichkeit und Realität in Deckung ist.

Und das was da herauskommt, reflektieren wir auf unseren Werten und Erfahrungen und das ist dann unsere Wahrheit. Jeder hat ja eine eigene Wahrheit, mindestens eine. Und der Fähige kann innerhalb dieser Wahrheiten auch andere Meinungen zulassen. Andere Personen haben andere Wahrheiten und das ist okay. Der Andere könnte recht haben, ist der Gedankengang. Das ist die Skepsis, die den Menschen zum Humanisten macht. Gelingt zur Zeit nicht so gut allen, aber egal, das ist nicht, was mich heute frustriert.

Nein, mein Frust, nein, meine Fassungslosigkeit ist tiefer.

Ich zitiere nur einen einzelnen Satz, hier aus der Koalitionsvereinbarung unserer zukünftigen Regierung. Der reicht vollkommen aus, dann hast du keine Lust mehr, weil alle Mühen sinnlos sind:

„Unser Ziel ist es, das Zusammenleben von Weidetieren, Mensch und Wolf so gut zu gestalten, dass trotz noch steigender Wolfpopulation möglichst wenige Konflikte auftreten.“ (Seite 38)

Ich will nicht die gängigen Märchen zitieren, Wolf und Großmutter und so … Das … das da oben, dieser Witz, das sind Äußerungen, von Personen die Verantwortung tragen (sollen). Da gelingt es welchen – „Erwachsenen“ will ich nicht schreiben -, nicht zu unterscheiden ob Projektion oder Realität. Das ist Vorschule.

Da muss man doch nicht weiterschreiben, oder nicht?

Wozu?

Wer solche Leute nicht zum Teufel schickt, oder mindestens aktiv und laut auslacht, für den will ich nicht schreiben. Heute nicht. Es könnte ja einer unter meinen Lesern sein.

P.S.: Das Schlimmste ist, dass es nicht das schlimmste Beispiel, sondern nur das offensichtlichste ist. Die Liste ist lang, denn wer infantil ist, ist es immer ganz.

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